Das GemeindeArchiv
Das Archiv der Gemeinde Hüttenberg ist eine öffentliche Einrichtung, die die schriftlichen Zeugnisse aus der Geschichte der Gemeinde aufbewahrt und allgemein nutzbar macht. Dazu gehören Akten, Amtsbücher, Karten, Rechnungsbücher und –belege sowie verschiedene Sammlungen. Die ältesten Dokumente stammen aus dem späten 17. Jahrhundert.
Bestandsübersicht
Die acht ehemals selbstständig verwalteten Dörfer der Gemeinde Hüttenberg werden jeweils als eigener Bestand geführt:
Einen weiteren Bestand bilden die Überlieferungen des ehemaligen Bürgermeisteramtes Rechtenbach, einer übergeordneten Verwaltungseinheit von 1816-1934. Dazu gehörten nicht nur die oben genannten Orte, sondern auch noch Dornholzhausen, Niederkleen, Oberkleen, Ebersgöns, Lützellinden und Münchholzhausen.
Die Schriftstücke der verschiedenen kommunalen Zusammenschlüsse bilden weitere Bestände: Hüttenberg 1968, Rechtenbach 1968, Schwingbach und Hüttenberg 1977.
Mit Ausnahme von Weidenhausen sind alle Bestände digital erfasst. Zusätzlich helfen gedruckte Findbücher dem Benutzer, das Gesuchte schnell zu finden.Standesamturkunden
Für alle Interessierten zugänglich sind im Archiv auch die Heirats-, Geburten- und Sterbebücher aus dem Standesamt, die keinen Aufbewahrungsfristen mehr unterliegen.
Bei den Geburtenbüchern sind dies die Jahrgänge 1874 – 1901, bei den Sterbebüchern die Jahrgänge 1874 – 1981 und bei den Heiratsbüchern die Jahrgänge 1874 – 1931.
Der Standesamtsbezirk Rechtenbach umfasste ab 1874 insgesamt 14 Gemeinden:: Groß-Rechtenbach, Klein-Rechtenbach, Hochelheim, Hörnsheim, Reiskirchen, Vollnkirchen, Volpertshausen, Weidenhausen, Dornholzhausen, Niederkleen, Oberkleen, Ebersgöns, Lützellinden und Münchholzhausen.
1908 erhielten die Orte Niederkleen, Oberkleen und Ebersgöns ein eigenes Standesamt.
Fotoarchiv
Das Archiv hat Zugriff auf eine vom Kultur- und Heimatkreis in Rechtenbach erstellte Sammlung von über 5000 digitalisierten Fotos aus den ehemaligen Hüttenberger Gemeinden.
Die Bilder zeigen den von Landwirtschaft und Handwerk geprägten Alltag der Hüttenberger Bürger zwischen Arbeit und Familie, Vereins- und öffentlichem Leben vom Ende des 19. Jahrhundert bis in die 1980er Jahre.
Unterwegs in der Geschichte... Publikationen
Unter diesem Serientitel sind in Zusammenarbeit verschiedener, meist heimischer Autoren mit dem Archiv der Gemeinde Hüttenberg einige Veröffentlichungen entstanden. Alle Publikationen sind erhältlich in der Gemeindeverwaltung.

Jüdisches Leben in Hüttenberg
Christiane Schmidt; Marianne Bill
12 €, ISBN: 978-3-9811782-2-7
Neuanfang in Hüttenberg
Christiane Schmidt, Michael Breuer, Christa Schleifenbaum, Dr. Johannes Weil, Dieter Willert
12,50 €, ISBN 978-3-9811782-5-8
Wertshausen: Auf den Spuren eines Dorfes
Christiane Schmidt, Dr. Clemens Ruppert
4 €, € ISBN 978-3-9811782-0-3
Der Jüdische Friedhof in Hörnsheim
Friedrich Damrath, Christiane Schmidt
4,50 €, ISBN 978-3-9811782-3-4Unterwegs in der Geschichte... Exkursionen & Vorträge
…so heißt nicht nur der Titel der Reihe, in der die Publikationen des Hüttenberger Gemeindearchivs erschienen sind:
Regelmäßig nimmt Gemeindearchivarin Christiane Schmidt interessierte Bürgerinnen und Bürger mit auf die Reise in die Vergangenheit, z.B. zu Exkursionen zu den Wüstungen Gehringshausen (OT Reiskirchen) und Wertshausen (OT Vollnkirchen – ein gemeinsames Projekt mit Bürgerinnen & Bürgern aus Vollnkirchen), zu Besichtigungen von Kulturgütern (Alte KircheIAtelierkirche Volpershausen), Ortsrundgängen (Jüdisches Leben in Hüttenberg) oder auch Vorträgen (Paul Schneider in Hüttenberg).
Fenster in die Geschichte

Teil 1: Die geschichte der Alten Kirche in Volpertshausen
Kein anderes Gebäude in Hüttenberg hat so eine bewegte Vergangenheit wie diese Kirche...

Teil 2: Die geschichte der Alten Kirche in Voleprtshausen
Was geschah, nachdem die Kirche 1965 aufgegeben wurde? Teilabriss, Sanierung, Wiedereröffnung...

Alte Mühlen in den Dörfern der Gemeinde Hüttenberg
Wussten Sie, dass es im Gebiet der Gemeinde Hüttenberg einmal neun, vielleicht sogar zehn Mühlen gab?

DAs Gasthaus zum Grünen Baum in Rechtenbach
„Zum Weißen Roß“ : In diesem Anwesen wurde schon seit dem 18. Jahrhundert eine Gastwirtschaft betrieben.

Stoffproduktion im Goethehaus
Im 18. Jahrhundert betreiben viele Menschen im Nebenerwerb noch ein Handwerk, manche versuchen, neue Wege für ihr Auskommen aus finden. So auch Johannes Reitz um 1788 mit der Herstellung von Wollstoffen.

Nachtwächter & Ortsdiener
Dass in einem unserer Dörfer ein Nachtwächter angestellt ist, erfahren wir erstmals im Jahr 1833 von Reiskirchen: Der Tag- und Nachtwächter Rühl unterschreibt mit drei Kreuzen, dass er seinen Jahreslohn verhalten hat…

Das Ende des 2. Weltkriegs
Am 8. Mai 1945 war der Zweite Weltkrieg offiziell zu Ende. Lehrer Spory aus Groß-Rechtenbach hat seine Erinnerungen an diese Zeit im Januar 1948 in der Ortschronik festgehalten. Er lebte mit seiner Familie iim Schulgebäude.




